Vincebus Eruptum, eine der populärsten Vestischen Bands der späten 60-er Jahre, ist zurück. Mehr als dreißig Jahre nach ihrer Auflösung hat sich die Gruppe wieder formiert.
Wie bei den Recklinghäuser Beat-Festivals und ihren unvergessenen Events in der Vestischen Musikszene spielen sie seit Ende 2001 wieder in der Originalbesetzung von 1968. Aus „Vincebus Eruptum“ (zu deutsch: unbeschreiblicher Ausbruch) wurde einfach „Vincebus“. Der komplette Name schien angesichts des Alters nicht mehr angebracht.
2004 formierte sich die Gruppe neu und stockten mit Keyboard und Saxophon die Besetzung auf. Jetzt konnte es richtig losgehen, denn die beiden Rock `n` Roller Rainer und Jürgen, ein Urgestein der vestischen Beatszene (Dakotas und Dr.Soul), sorgten für noch mehr Spielfreude. 2008 gab es eine Umbesetzung. Wully, ein erfahrener Musiker aus Recklinghausen, zupfte jetzt den Bass. Leider verstarb er am 18.10.2010 ganz plötzlich
und unerwartet.
In Erinnerung an Wully
Stars in the sky They never lie Tell me you need me Don't say good-bye I love you darling I love you only Don't ever leave me Don't make me lonely
Frank
Zappa: Love of my life
Wolfgang Schubert
Anfang 2011 kam "Wolle" als neuer Bassmann dazu.
Dass
sie tatsächlich irgendwie noch ein kleines bisschen „unbeschreiblich“
sind, kann man nun wieder bei diversen Auftritten feststellen.
Werner
Grumptmann "Mr. Good Times“
Gitarre, Gesang Manfred Hemmerling "Wuschel"
Schlagzeug, Gesang Rainer Lewe
"René"
Keyboard Jürgen Grenz "Mr.
Speedster" Saxophon Wolfgang Psiuk
"Wolle"
Bass, Gesang
Bisherige
Highlights der Reunion waren Gastspiele in Wuppertal, Giessen und
Gütersloh, bei der Beach-Party in Marl vor mehr als 1000 Besuchern.
Public Viewing Veranstaltung zur Fußball-WM und beider WDR
Gartentour mit Live-Übertragung einer Sendung aus dem Ü-Wagen.
Teilnahme an allen Kurt Oster Beat Revivals in Recklinghausen. Vor
ausverkauften Häusern spielten sie in Herten im "Haus Berger" und im
"Pferdestall" vom Katzenbusch, im "Recklinghäuser", in der
Altstadtschmiede Recklinghausen und beim Buschrock, doch
der absolute Höhepunkt war das Gastspiel in Wettenberg (Hessen) bei den
Golden Oldies. Beim "Buschrock II" 2010 waren sie der Top-Act und
brachten das ausverkaufte Festzelt mit 1500 Rock´n´Rollern zum Kochen.
Mit 16 begann er in Marl seine ersten "Trommelversuche" und gründete ein Jahr später mit Eckhard "Ecki" Hauke die Beat Band -The Folks -. 1969 kam Werner "Mr. Good Times" dazu und "Vincebus Eruptum" war geboren. Nur zwei Jahre dauerte es bis zur berufsbedingten Auflösung dieser Gruppe. Wuschel (mittlerweile Recklinghäuser geworden) formierte hier die Blues-Rock-Band „Euklyd“. Die Spielstärke dieser Band war enorm, so dass sie als Vorband von Alexis Korner in der Stadthalle Lüdenscheid verpflichtet wurde. Bei den Gelsenkirchenern „Nightbirds“ endete dann sein Trommeln als aktiver Musiker. Studium und Beruf gingen vor. Nach mehr als 30 Jahren wurde VINCEBUS (jetzt ohne „Eruptum“) reanimiert. Seit 2001 ist Manni wieder mit Werner gemeinsam aktiv.
„Mr. Good Times“ Werner Grumptmann (1952)
Mit 16 Jahren löste Werner seinen Bruder bei den „Folks“ ab. Er war zu dieser Zeit einer der jüngsten, aktiven Beatmusiker in Marl. Aus den „Folks“ wurde „Vincebus Eruptum“.
Nach der Auflösung gründete Werner die „Good Time Music Band“ später nur noch „Good Times“. Diese Formation existierte bis 2004.
Parallel dazu entstand aus Mitgliedern der „Good Times“ und Musikerfreunden aus Münster, die „Back Doors Man“. Immer noch aktiv, gehören sie heute zu den besten Doors Cover Bands in Deutschland. Als Manni rief, war er natürlich bei VINCEBUS wieder mit dabei.
Rainer wurde die Musikalität in die Wiege gelegt. Die Großeltern waren Kirchenmusiker und seine Mutter Violinistin. Mit zehn Jahren kam er zu den Tasten und bekam neun Jahre Klavierunterricht. Von 1970 - 1973 durfte er seine erlernten Fähigkeiten als Organist in einer kleinen Kirche in Gütersloh und in verschiedenen regionalen Musikgruppen unter Beweis stellen. Studium und anschließender Job ließen für die Musik nur noch wenig Zeit, doch das Piano begleitete ihn ständig. Mittlerweile ist er aktiv in Oer-Erkenschwick ansässig und bekam wieder Zugang zur echten Livemusik. 2004 stieg Rainer bei VINCEBUS als Pianist und Keyboarder ein.
Ein Urgestein der Recklinghäuser Beatszene. Mit 14 spielte Jürgen in der MIG-Combo Klarinette. Der aufkommende Beat gab der Klarinette keine Chance, durch sein rhythmisches Talent kam er zum Schlagzeug und saß mit 15 bei den Curries zum ersten Mal auf der Bühne. 1967 setzte sich der Soul immer mehr durch. Jürgen tauschte sein Schlagzeug gegen das Saxophon und stieg als Saxophonist bei den Crashers ein. Der Soul entwickelte sich immer mehr, so dass die Dakotas mit Frontmann Jupp Funke (Soul Joseph) Jürgen abwarben und sich zur besten Soul-Truppe im Revier hoch spielten. 1970 machte die Bundeswehr dieser Superband den Garaus. 1975 motivierte Jürgen die alten Dakotas und es entstand die Jazz-Rock-Formation „Dakotas Selektion“ Eine neunköpfige Besetzung im Stil von Blood, Sweat & Tears und Chicago`s. Konkurrenzlos rockten sie bis 1978. Nach 20jähriger Pause holte ihn „Dr. Soul“ alias Soul Joseph zu sich. Mit ihm und seiner Band machte er vier Jahre besten weißen Soul. Als R&B- und Rock ´n´ Roll-Saxophonist spielte er danach bei CHARING CROSS und jetzt bei VINCEBUS.
„Wolle“ Wolfgang Psiuk (1953)
Wolfgang ist ein echter Spätstarter. Zu seinem 50. Geburtstag erfüllte
ihm seine Familie einen stets gehegten Wusch, einen „Beatles-Bass“
Es
dauerte keine drei Monate, da stand er bereits auf der
Bühne. Bis 2010 spielte Wolfgang in einer erfolgreichen Wittener Band.
Nach kurzer, selbst auferlegten musikalischen Pause, kam er zu
VINCEBUS.
Durch
sein musikalisches Talent, sowie sein dynamisches und freundliches
Wesen, ist er zu einem belebenden Element für die Band geworden.
„Volla“ Volker Psiuk (1955)
Was
wäre eine Band ohne „den guten Geist im Hintergrund“, der für
den richtigen Sound, sowie die Pflege und Ordnung des gesamten
Equipments sorgt? Volker war bereits berufsbedingt „Meister der
Ströme“ und ist jetzt auch „Meister der Töne“. Seine
Erfahrungen hat er bereits über mehrere Jahre bei einem Wittener
Bandprojekt sammeln können.
Jetzt
sorgt er mit großem Engagement für unseren guten Ton.